Betriebsversammlung an allen Standorten verschoben: Beschäftigte haben einen Anspruch auf echte Antworten

Der Gesamtbetriebsrat hat die ursprünglich für den 25. Juni geplante Betriebsversammlung auf den 14. Juli 2026 verschoben. Grund dafür sind weitreichende Entscheidungen zur zukünftigen Ausrichtung von CARIAD und des Volkswagen-Konzerns, die in den kommenden Wochen auf Vorstands- und Aufsichtsratsebene getroffen werden sollen. Eine Betriebsversammlung ohne belastbare Informationen würde den berechtigten Erwartungen der Beschäftigten nicht gerecht werden.

Besonders kritisch sieht der Gesamtbetriebsrat, dass die Belegschaft über mögliche Veränderungen bei CARIAD bislang oftmals nur indirekt und über Medienberichte informiert wird. Die Beschäftigten haben jedoch Anspruch darauf, Entwicklungen, die ihre Arbeit und ihre Zukunft betreffen, aus erster Hand zu erfahren. Deshalb fordert der Betriebsrat, dass die verantwortlichen Vorstände die anstehenden Entscheidungen persönlich erläutern und sich den Fragen der Kolleginnen und Kollegen stellen.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Konzernplanungen im Rahmen des „Group Target Picture 2030“ sowie mögliche Entscheidungen zu CARIADs Rolle in den Bereichen Software, autonomes Fahren und ADAS. Gerade vor dem Hintergrund der strategischen Bedeutung von CARIAD für den Volkswagen-Konzern müssen die Auswirkungen dieser Weichenstellungen offen benannt und diskutiert werden.

Der Gesamtbetriebsrat wird auf der Betriebsversammlung klar Position beziehen. Transparenz, Beteiligung und Verlässlichkeit gegenüber den Beschäftigten sind keine freiwilligen Leistungen des Unternehmens, sondern Voraussetzung für Vertrauen in den laufenden Transformationsprozess. Die Kolleginnen und Kollegen erwarten zu Recht Antworten auf die Frage, welche Perspektiven das Unternehmen für CARIAD und seine Beschäftigten sieht.