Vereint im Konzern für unsere Zukunft kämpfen

Bundesweite Protestaktionen der IG Metall-Vertrauensleute und Betriebsräte im VW-Konzern

Unter dem Motto „Vereint für unsere Zukunft kämpfen“ haben Vertrauensleute und Betriebsräte der IG Metall an allen Standorten des Volkswagen-Konzerns in ganz Deutschland ein gemeinsames Zeichen gegen vorstandsgetriebene Debatten um Werksschließungen und Job-Kahlschlag gesetzt.

In Wolfsburg beteiligten sich rund 500 Metallerinnen und Metaller an der Aktion. Arbeitnehmervertretungen der Kernmarke Volkswagen sowie bei Audi, Porsche, MAN, CARIAD und weiteren Unternehmen unter dem Dach des Konzerns positionierten sich damit klar gegen die in den vorausgehenden Wochen über die Medien bekannt gewordenen Brutalo-Pläne der Konzernspitze.

Auslöser der bundesweiten Aktionen waren Berichte über das Ausmaß der Vorstandspläne: Bis zu 100.000 der rund 657.000 Arbeitsplätze weltweit sollen laut übereinstimmenden Medienberichten dem Sparkurs der Konzernspitze um Vorstandschef Oliver Blume zum Opfer fallen – ein Volumen, das selbst das vorherige Sparprogramm noch einmal deutlich übersteigen würde. Vier deutsche Werke – Emden, Hannover, Zwickau und Neckersulm sollen demnach zudem geschlossen werden.

In Wolfsburg sprach während der Aktion auch die Erste Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner: „Im ganzen Land haben die Kolleginnen und Kollegen heute die klare Ansage gemacht: So nicht! Sie haben geackert, sie haben Zugeständnisse gemacht. Statt sich diese Leistung zum Vorbild zu nehmen, konfrontiert der Vorstand die Beschäftigten mit neuen Abbauplänen. Die Wut und Verunsicherung, die dadurch entsteht, ist verständlicherweise groß. Es braucht neue Ideen und Konzepte, wie die Werke ausgelastet werden. Synergien zwischen den Marken müssen endlich ausgeschöpft werden, Produkte zukunftsfest geplant werden. Die Politik wiederum muss mit konsequenter Industriepolitik und Schutz vor unfairem Wettbewerb für die besten Voraussetzungen sorgen.“

Die Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo erklärte: „Zehntausende Kolleginnen und Kollegen bei uns haben Angst um ihre Zukunft. Und zwar ganz konkret darum, wie es mit dem eigenen Arbeitsplatz weitergeht, aber auch um die Zukunftsfähigkeit von Volkswagen. Für sie reiht sich mit Blick in die Medien seit Wochen eine Negativ-Schlagzeile an die andere. Fast immer geht es dabei nur um Werksschließungen, Unsicherheiten und einen Stellenabbau von historischem Ausmaß. Das macht etwas mit der Seele der Belegschaft. Der Konzernvorstand lässt all das laufen, anstatt sich vor die Belegschaft zu stellen und mit guter eigener Arbeit endlich mal dafür zu sorgen, dass die Öffentlichkeit Volkswagen als Antrieb für die Mobilität der Zukunft begreift und nicht als Totengräber für die eigenen Standorte. Umso dankbarer bin ich für die Aktionen vom heutigen Donnerstag, die als Signal der Geschlossenheit von all unseren Standorten ausgehen: Betriebsräte und Vertrauensleute stehen bereit, um den Vorstand wo nötig in die Schranken zu weisen und zusammen mit der Belegschaft an seine eigentlichen Aufgaben zu erinnern.“

Zukunftstechnologie muss im VW-Konzern bleiben!

Die Berichte über ein mögliches Aus für die ADAS-Allianz zwischen CARIAD und Bosch sowie Spekulationen über den Zukauf externer Lösungen sorgen für große Unruhe in der Belegschaft. Für uns ist klar: Autonomes Fahren und Fahrerassistenzsysteme sind Zukunftstechnologien und zentrale Bestandteile der Wertschöpfung im Volkswagen Konzern.

CARIAD hat den Auftrag, diese Kompetenzen konzernweit zu entwickeln und zu steuern. ADAS ist eine Schlüsseltechnologie und ein entscheidender Baustein in der Entwicklung zum Autonomen fahren, die Abkürzung steht dabei für „Advanced Driver Assistance Systems“. Gemeint sind damit die Fahrerassistenzsysteme, die den Weg zum autonomen Fahren ebnen, wie Spurhalteassistenten, automatische Notbremsungen oder adaptive Geschwindigkeitsregelungen. Vor diesem Hintergrund sehen wir die Berichte sowie die Entscheidung über das Ende der ADAS-Allianz zwischen CARIAD und Bosch sowie mögliche externe Lösungen mit großer Sorge. Wie geht es nun weiter in diesem Zukunftsfeld im Konzern? Für uns ist klar: Das Know-how für autonomes Fahren muss im Volkswagen Konzern und in Deutschland erhalten bleiben.

CARIAD hat den Auftrag, zentrale Zukunftstechnologien wie ADAS konzernweit zu entwickeln und voranzutreiben. Wer diese Technologie zukauft, gibt Wissen, Wertschöpfung und Zukunftsfähigkeit aus der Hand. Deshalb braucht es eine leistungsfähige Inhouse-Lösung für den gesamten Konzern – entwickelt aus eigener Kraft und für die Zukunft der Beschäftigung. Deshalb gilt: Finger weg von unserem digitalen Werk! Denn Know-how entsteht durch Entwicklung und Erfahrung – nicht durch den Einkauf fertiger Lösungen.

Im September gibt’s +2% / September brings +2%

Dank der großartigen Beteiligung von vielen CARIDIANs in der letzten Entgeltrunde, stehen nun 2% Tariferhöhung an, die erstmalig mit dem Septembergehalt ausgezahlt werden. An dieser Stelle noch einmal danke an alle, die uns hierbei unterstützt haben!

Thanks to the fantastic participation of many CARIDIANs in the last round of salary negotiations, we are now set to receive a 2% pay rise, which will be paid out for the first time with your September salary. We would like to take this opportunity to thank everyone who supported us in this process!

Starker Warnstreik bei CARIAD am 19. Februar 2025!!! || Great warning strike at CARIAD on February 19, 2025!!!

Starkes Zeichen der CARIDIANs beim Warnstreik am 19.2.25: vor Ort in Berlin und online durch zahlreiche kreative Aktionen haben die Beschäftigten deutlich gemacht, dass sie mit dem Angebot einer Nullrunde durch CARIAD nicht einverstanden sind.

Danke, liebe CARIDIANS! Ihr habt einen starken Warnstreik bei CARIAD hingelegt. Wahnsinnig kreative Ideen online und an allen Standorten haben die Aktion vor Ort in Berlin unterstützt: von Laufgruppen und Kuchenbacken bis hin zu industriepolitischen Gesprächsrunden. Ganz stark! Danke auch an die Kollegen der IAV, die sich solidarisch beteiligt haben in Berlin! Hier ein paar Eindrücke.


Strong signal from the CARIDIANs during the warning strike on 19.2.25: on site in Berlin and online through numerous creative actions, the employees made it clear that they do not agree with CARIAD’s offer of a zero wage increase.

Thank you, dear CARIDIANS! You have put on a strong warning strike at CARIAD. Great creative ideas online and at all locations supported the action on site in Berlin: from running groups and cake baking to industrial policy discussions. Awesome! Thanks also to our colleagues at IAV for their solidarity in Berlin! Here are a few impressions.

Keine Bewegung bei der 2. Verhandlungsrunde für den Haustarifvertrag bei CARIAD

Keine Bewegung bei der 2. Verhandlungsrunde für den Haustarifvertrag bei CARIAD

Arbeitgeberseite legte kein Angebot vor und drohte mit Reallohnverlust und Verschiebung von Vereinbarungen.

Am letzten Donnerstag (23.1.) hat die zweite Tarifverhandlung zum Haustarifvertrag bei CARIAD in Ingolstadt stattgefunden.

Die Unternehmensseite hat uns als IG Metall eine Nullrunde „angeboten“, was einem Reallohnverlust gleichkommt.

Anbei findet Ihr dazu die detaillierten Tarifinformation der IG Metall bei CARIAD.